Lieblingsautoren im Wandel meines Leselebens

Es ist Sonntag nachmittag und die Aktion „Buchpassion – Edition: Lieblingsautorinnen und -autoren“ neigt sich ihrem Ende. Mitte September hatte ich zwar eine erste Idee für meinen Beitrag, aber wegen akutem Zeitmangel (neuer Job) ging es nie auch nur ansatzweise an die Umsetzung. Nun sind plötzlich noch ein oder zwei Stunden Luft und vielleicht klappt es doch noch. Also los!

Im Laufe meines Leselebens hatte ich immer wieder verschiedene Lieblingsautoren und -autorinnen. Von denen, die mir jetzt spontan einfallen, möchte ich Euch gern kurz mal erzählen.

Als Kind begann meine Oma, mir die „Nesthäkchen“-Bände Weiterlesen

Ich lebe noch. Oder: „Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben“

Ja, seit der Buchmesse und meinen letzten Blogartikeln verging gefühlt eine Menge Zeit. Das Jahr neigt sich dem Ende, der erste Schnee fiel bereits, blieb zum Glück aber noch nicht liegen. Im Moment schneit es schon wieder. Richtig dicke Flocken. Ich sehe sie von meinem Platz auf dem Sofa, wo ich gerade schreibe, sobald ich den Kopf ein wenig nach links drehe und aus dem Fenster schaue.

Ende Oktober wollte ich mich eigentlich auf den NaNoWriMo vorbereiten. Natürlich – wie immer – viel zu spät, aber zumindest nicht erst zwei Tage vorher, Weiterlesen

[Rezension] Der Kuss des Feindes

Der_Kuss_des_FeindesDies ist der erste historische Jugendroman, den ich las. Titus Müller ist bei historischen Romanen sowieso schon lange einer meiner Lieblingsautoren, 2012 legte er seinen ersten für Jugendliche vor.

Der Roman spielt etwa 800 n.C. in Kappadokien, einer Landschaft in der heutigen Türkei.
Arif ist 15 und damit erwachsen. Sein Vater Haroun ist der Führer des arabischen Stammes, in dem sie leben und Arif steht immer im Schatten seines älteren Bruders Utman, der vor einem Jahr als Held starb. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder, der von allen nur „al-Qabih“ („der Hässliche“) genannt wird, ist behindert und wird vom Stamm immer wieder gehänselt und zum Außenseiter gemacht. Der herzensgute Arif aber beschützt ihn, wo es nur geht. Er sehnt sich sehr danach, von seinem Vater anerkannt oder wenigstens wahrgenommen zu werden und steht permanent unter dem Druck, sich beweisen zu müssen. Die Brüder der Familie Zakariyya beanspruchen die Führerung des Stammes für ihre Familie, weil ihre und die Familie Asad seit langer Zeit miteinander verstritten sind. Seit dem Tode Utmans sehen sie gute Chancen dafür und provozieren Arif, wo sie nur können.

Doch die Streitigkeiten innerhalb des Stammes sind nur eine Front. Weiterlesen

[Rezension] Nachtauge

Endlich aus Bücherschrank und Folie befreit und gelesen: „Nachtauge“ von Titus Müller. Warum habe ich damit nur so lange gewartet???
Hab mich lang nicht ran getraut, weil ich dachte „2. Weltkrieg – ach, nö…“ Schweres Thema, an dem man sich irgendwann ja mal überhört hat…
Nun also die etwa 470 Seiten gelesen und ich bin begeistert! Natürlich ist die Historie da und wird beim Lesen stark spürbar. Aber eben anfassbar, nicht wie in Geschichtsbüchern oder –unterricht oder in den zahlreichen Dokumentationen, die gefühlt ständig auf irgendeinem deutschsprachigen Fernsehsender ausgestrahlt werden. Weiterlesen