Mein Lieblingsbuch? Die Bibel.

„Ernsthaft?!“, denkst Du jetzt vielleicht und erinnerst Dich womöglich mit Erschrecken an staubtrockenen Konfi- oder Kommunionsunterricht in der Kindheit.

Aber: Ja. Ernsthaft.

Zwischen all den Büchern, die sich in allerlei Schränken, Regalen und Umzugskartons bei uns tummeln, gibt es dieses eine, zu dem ich immer wieder zurückkehre. Mal erst nach so langer Zeit, dass es schon Staub angesetzt hat, mal täglich. Phasenweise eben.

Im Laufe meiner Lesejahre nahm ich die Bibel – in verschiedensten Übersetzungen – wohl am häufigsten in die Hand. Sei es, um etwas nachzuschlagen (was inzwischen online natürlich hervorragend funktioniert) oder einfach nur so zum Lesen oder in der Hoffnung, Gott irgendwie „reden zu hören“. Und das war immer wieder spannend. Weiterlesen

[Rezension] Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen

„Es wird Zeit, alles zu überdenken. Alles.“ (Seite 7) Das sind die ersten Worte in der Einführung von Tim Parks und an diese hält er sich in der vorliegenden Sammlung von Essays. Er unterteilt das Buch in vier Teile mit jeweils sieben bis zehn einzelnen Texten:

  • Die Welt des Buches
  • Das Buch in der Welt
  • Die Welt des Schriftstellers
  • Schreiben rund um die Welt

timparksEr wirft Fragen auf…

…wie die, ob man (gute) Bücher zu Ende lesen muss. Ob man liest, um sein Weltbild zu bestätigen oder zu hinterfragen. Ob alle Leser auf Grund der Globalisierung irgendwann nur noch zu den gleichen Büchern greifen – und wie viele Schriftsteller es dann überhaupt noch geben werde. Ob ein Schriftsteller tatsächlich in einsamer Abgeschiedenheit arbeiten muss oder sich vielleicht nicht doch dem „ohrenbetäubenden Geschnatter von Twitter“ (Seite 15) aussetzen könne – was Jonathan Franzen an anderer Stelle ausschloss. Er fragt, warum manche Leser ein Buch begeistert aufnehmen, was andere total abstoßend finden und bringt einen, wie ich finde, sehr überzeugenden Erklärungsversuch dazu ins Spiel. Weiterlesen

Träumen von Karl Ove Knausgard

traeumenManche Bücher möchte man am liebsten nie, nie wieder aus der Hand legen, wenn man einmal darin eingetaucht ist. So ein Buch ist „Träumen“ von Karl Ove Knausgard für mich geworden. Es landete auf meiner Lesewunschliste, nachdem ich in der TextArt 4/2015 die Buchvorstellung dazu gelesen hatte (Seite 7, falls jemand nachlesen möchte). Ein Besuch in der Buchhandlung meines Vertrauens kurz darauf überraschte mich dahingehend, dass sie das Buch nicht nur vorrätig hatten, sondern einen ganzen Stapel davon auf einem der Tische mitten im Raum präsentierten. Nach ein paar Monaten im Schrank packte ich diesen fünften Band von Knausgards auf sechs Bände angelegte Roman-Autobiografie aus und las ihn mit Begeisterung. Ich muss gestehen, die zuvor erschienenen Bände hatte ich allesamt noch nicht in der Hand. Vielleicht hole ich das noch nach, wer weiß. Die TextArt behielt recht:

„Seine Geschichte gibt auch einen Einblick in das Werden eines Schriftstellers.“

Genau das ist der Part, der mich am meisten fasziniert beim Lesen. Bevor Knausgard seinen ersten Roman veröffentlichte, hatte er immer wieder verschiedene Phasen, was sein Schreiben anging. Weiterlesen

Wie ich zum Lesen kam. #buchpassion

lesendeDass ich gerne lese, dürfte für Leser dieses Blogs keine große Überraschung sein. Wenn du heute zum ersten Mal hier bist: Ja! Ich lese gern!

Warum? Die Frage beantwortete ich einst mit einer Auswahl von Zitaten, die ich dafür passend fand.

Heute möchte ich dir erzählen, wie ich zur Leserin wurde. Mein Weg war ganz klassisch, denke ich, aber so wie die Lebenswege von Menschen meist unterschiedlicher nicht sein können, sind vielleicht auch die Lesewege sehr individuell.

Meiner startete mit einem Besuch im Deutschunterricht. Weiterlesen

Dankbarkeit am Dienstag (28)

Was mich gerade dankbar sein lässt? So einiges… Auch wenn ich in der letzten großen heißen Weddingplanner- Phase das Wort „Hochzeit“ am liebsten gar nicht mehr hören wollte, ist der Tag grad ein Hauptthema. Also, wenn Du darüber nichts lesen willst, lies einfach einen anderen Beitrag. So schlimm ist es aber nicht. 😉 Weiterlesen

Dankbarkeit am Dienstag (27)

WhatWow! Da ist man nichtsahnend unterwegs zum Einkaufen und sieht hinterher, dass man was Tolles gewonnen hat. Uff. Aber von vorne.

Momentan ist es ja recht ruhig auf dem Blog hier. Und das hat auch seinen guten Grund. Nachdem wir letztes Jahr das Standesamt im sehr, sehr kleinen Kreis feierten, folgt in diesem Jahr die Feier mit Familie und Freunden. Nicht hier vor Ort aus familiären Gründen, sondern in Berlin. Hochzeitsplanung aus der Distanz also. Das Ganze lief im November, wo wir unsere Location fanden, langsam an und nahm in den letzten Monaten an Fahrt auf. Da sowohl mein Mann als auch ich aber im Prokrastinieren nicht die Schlechtesten sind, haben wir nun auf den letzten Drücker noch recht viel auf der To-Do-Liste.

Zum Anfang der Sommerferien gab es erstmal eine Woche Familienurlaub an der Nordsee, die ich zuvor zur planungsfreien Woche erklärt hatte. Bis auf ein paar Kleinigkeiten hielten wir das Weiterlesen