Frankfurter Buchmesse. Oder: Ganz viele kleine Familientreffen im großen Ganzen

Mein vierter Besuch der vermutlich schönsten Buchmesse bestand, wie im vergangenen Jahr, aus den zwei Tagen Mittwoch und Donnerstag. Aber er brachte eine erfreuliche Neuerung mit sich, da meine Schwester seit kurzem im Speckgürtel von Frankfurt wohnt. Ich konnte das Hotel, dass natürlich fast ein Jahr im Voraus von mir gebucht wurde, wieder stornieren. Vielen Dank dafür! Aber manches bleibt, wie es ist und so verfiel ich erneut ein paar Anfängerfehlern.

Was ich falsch gemacht habe

1. Die Tage viel zu voll planen, weil so viele tolle Veranstaltungen geboten werden. Weiterlesen

Lieblingsautoren im Wandel meines Leselebens

Es ist Sonntag nachmittag und die Aktion „Buchpassion – Edition: Lieblingsautorinnen und -autoren“ neigt sich ihrem Ende. Mitte September hatte ich zwar eine erste Idee für meinen Beitrag, aber wegen akutem Zeitmangel (neuer Job) ging es nie auch nur ansatzweise an die Umsetzung. Nun sind plötzlich noch ein oder zwei Stunden Luft und vielleicht klappt es doch noch. Also los!

Im Laufe meines Leselebens hatte ich immer wieder verschiedene Lieblingsautoren und -autorinnen. Von denen, die mir jetzt spontan einfallen, möchte ich Euch gern kurz mal erzählen.

Als Kind begann meine Oma, mir die „Nesthäkchen“-Bände Weiterlesen

Von altjapanischer Musik, einer liebenswerten Buchhandlung und sich begegnenden Künstlerseelen – „Liebesnähe“ von Hanns-Josef Ortheil

Zum Inhalt (Achtung, Spoiler! Wenn Du das Buch noch nicht gelesen hast, solltest Du diesen Text nur mit großer Vorsicht genießen.):

Cover LiebesnäheAls Leser begleiten wir in erster Linie Jule und Johannes. Ihre erste Begegnung, die gegenseitige Faszination, die vorsichtige Annäherung ohne direkte Gespräche. Ein schweigendes Sich-näher-kommen mit kleinen Nachrichten auf unterschiedlichsten Wegen. Auch Katharina läuft mir als Leser immer wieder über den Weg und ich werde das Gefühl nicht los, dass sie bei diesem vorsichtigen Kennenlernen auf undurchsichtige Art und Weise die Finger im Spiel hat.

Autor trifft Künstlerin

Johannes Kirchner kommt an. Mit dem Auto an einem Spätsommermorgen. Rückzug in die Stille zugunsten seines Projekts. Vom Zimmer aus ruft er als erstes Katharina an, die die hoteleigene Buchhandlung führt. Ich frage mich: Was sind seine „üblichen Tagesgeschäfte“? (S. 9) Weiterlesen

[Buchtipp] Falsche Freundschaft – von Brigitte Blobel

Neulich saß ich heulend in der Bücherei. Nun, zum Glück nicht wirklich, aber ich kämpfte schwer gegen meine Tränen an.

Warum?

Weil ich in ein Buch hineinlas, von dem ich dachte, das könnte was fürs Kind sein. Ich las weit am Ende und war – obwohl ich nicht die ganze Geschichte kannte – sehr berührt vom Gelesenen.

Das Kind kam um die Ecke und war fertig mit der eigenen Auswahl, sodass ich „mein“ Buch zuklappte, noch einmal schluckte, um den Kloß im Hals loszuwerden, und das Buch mit auf den Auswahlstapel legte.

Als wir später am gleichen Tag bei einem Arzt noch Wartezeit hatten, begann ich, dem Kind die Geschichte vorzulesen.

Und weil ich selbst gespannt war, wie sich die Story entwickeln würde, Weiterlesen

Hello, Mrs. Father! – Miriam Gross schreibt aus NYC

Das vorliegende Buch entstand aus einem Blog. Allerdings sind die Beiträge, die ihren Weg ins Buch fanden, anscheinend nicht mehr auf dem Blog zu finden. (Okay. Ausnahmen bestätigen die Regel.)

Die Autorin Miriam Gross ist 1976 in Franken (Deutschland) geboren und aufgewachsen. Als Pfarrerin war sie bereits in Orkney (Schottland) und München. Nun ist sie mit ihrer Familie in New York City.

Das Buch setzt keine zwei Wochen vor dem großen Tag ein: Umzug. Von Deutschland weg, für sechs Jahre nach New York, in die Riesenmetropole. Schon auf den ersten Seiten gewinne ich den Eindruck, dass die Autorin eine starke Frau ist und eine mutige dazu. In New York arbeitet sie als Pastorin einer deutschen Ev.-Lutherischen Kirche (St. Pauls). Da ihr Bonus-Vater Amerikaner war, ist das Ganze vielleicht auch eine Reise zu ihren Wurzeln. Oder so ähnlich. Weiterlesen