Lieblingsautoren im Wandel meines Leselebens

Es ist Sonntag nachmittag und die Aktion „Buchpassion – Edition: Lieblingsautorinnen und -autoren“ neigt sich ihrem Ende. Mitte September hatte ich zwar eine erste Idee für meinen Beitrag, aber wegen akutem Zeitmangel (neuer Job) ging es nie auch nur ansatzweise an die Umsetzung. Nun sind plötzlich noch ein oder zwei Stunden Luft und vielleicht klappt es doch noch. Also los!

Im Laufe meines Leselebens hatte ich immer wieder verschiedene Lieblingsautoren und -autorinnen. Von denen, die mir jetzt spontan einfallen, möchte ich Euch gern kurz mal erzählen.

Als Kind begann meine Oma, mir die „Nesthäkchen“-Bände von Else Ury zu schenken. Zu Weihnachten, zum Geburtstag… es gab immer einen oder zwei der Bände. Das war toll, auch wenn ich nie alle gelesen hab. Aber die, die ich gelesen hab, gefielen mir alle. Für die weiteren war ich damals noch zu jung. Es geht ja hoch bis „Nesthäkchen im grauen Haar“ oder so ähnlich.

Natürlich hatte ich auch die für viele Mädchen unausweichliche Pferdebücher-Phase. „Britta rettet ein Pferd“ (Lisbeth Pahnke) und „Black Beauty“ (Anna Sewell) wären vielleicht Beispiele. Aber auch wenn ich damals vieles in die Richtung las, blieb nichts groß hängen. Sorry.

„Hanni & Nanni“ von Enid Blyton wäre noch zu nennen. Da las ich Band um Band. Vermutlich alles, was ich so in die Finger bekam in unserer Kinderbibliothek. Davon las ich sogar so viel, dass ich mit etwa 10 Jahren anfing, einen eigenen Band zu schreiben. Drei A5-Seiten, auf Schreibmaschine getippt. Damals. (Inzwischen gibt es doch einen Begriff dafür, aber der fällt mir grad nicht ein. Wisst Ihr, was ich meine?)

Enid Blyton durfte noch ein wenig bleiben, denn die „Fünf Freunde“ waren Teil meiner nächsten Lesephase. Genau wie „TKKG“ (Stefan Wolf) und „Die drei ???“. Krimis für Kinder eben.

In der Pubertät las ich dann zahlreiche Bücher von Brigitte Blobel. „Meine schöne Schwester“, „Plötzlich ist alles anders“, „Ciao, Bella!“ oder „Sturmfreie Bude“ – um nur mal ein paar Beispiele zu nennen. Rückblickend betrachtet finde ich es sehr gut, dass Brigitte Blobel immer wieder auch schwierige Themen angepackt hat und die gut verpackt in Romanform goss. Und: Als Mutter stieß ich kürzlich wieder auf ein Buch von ihr, was ich dem Kind dann vorlas.

Also kann es vielleicht sogar ein Revival in anderen Lebensphasen geben.

Das Orangenmädchen; Der Geschichtenverkäufer

Gaarder

Nach „Sophies Welt“ kam Jostein Gaarder irgendwann in meine Lieblingsautorenreihe. „Der Geschichtenverkäufer“ und „Das Orangenmädchen“ sind zum Beispiel Romane, die ich noch immer im Regal habe und – wer weiß? – vermutlich irgendwann noch einmal lese…

Und damit bin ich in meiner Lesergegenwart angekommen. 😉

Bei historischen Romanen, die ich hin und wieder sehr gern lese, ist ganz klar Titus Müller mein Favorit. „Tanz unter Sternen“ fand ich zum

Berlin Feuerland; Tanz unter Sternen

Mueller

Beispiel toll, die Geschichte einer Barfußtänzerin, die Berlin verlassen muss und ausgerechnet auf der Titanic landet. Genauso grandios fand ich den Roman „Nachtauge“, in dem es um eine Geheimagentin während dem zweiten Weltkrieg geht. Titus Müller hat eine Art, Dinge zu schreiben und sie dem Leser nahe zu bringen, ohne sie immer ganz genau ansprechen zu müssen. Ein bisschen wie das wegschwenken einer Kamera im Film, wo der Betrachter trotzdem weiß, wie es jetzt weitergeht. Das finde ich sehr sympathisch.

Aller Liebe Anfang; Lettipark; Alice

Hermann

Auch Judith Hermann ist im Heute nach wie vor eine meiner liebsten Autoren. Die Geschichten („Nichts als Gespenster“, „Sommerhaus, später“) waren für mich Geschichten mit Figuren, die ich nach dem Lesen tatsächlich vermisste, wie man Freunde vermisst. Skurrile Freunde in dem Fall, aber das Vermissen war tatsächlich spürbar.

Und einen weiteren Autor möchte ich aus meinem Heute als Leserin nennen: Jens Böttcher.
Den lernte ich zunächst als tollen Songwriter / Sänger / Musiker kennen und erst später als Autor. Die

Der Tag des Schmetterlings

Boettcher

Geschichten von ihm sind toll („Der Tag des Schmetterlings“ zum Beispiel) und literarisch aus meiner Sicht hervorragend!

So, das war es jetzt in aller Kürze von mir. Ich hoffe, ich bin nicht all zu spät dran und freu mich einfach mal, dass es doch noch geklappt hat. 😉

Und: vielen lieben Dank für die erneute Organisation, liebe Janine!!! <3

Habt einen schönen Abend, Ihr Lieben!

8 Gedanken zu „Lieblingsautoren im Wandel meines Leselebens

  1. Huhu,
    ach wie schön. Noch jemand der Jostein Gaarder gerne mag. Ich habe „Sofies Welt“ damals in der 10. Klasse im Religionsunterricht gelesen und war einfach hin und weg. Ich habe im Laufe der Jahre so gut wie jedes Buch von Jostein Gaarder gelesen und muss noch immer sagen „Das Orangenmädchen“ und „Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort“ sind meine absoluten Lieblingsbücher von ihm. Das neueste habe ich noch nicht von ihm gelesen, aber ich werde es mir wohl zu Weihnachten wünschen. =)

    Ich wünsche dir einen schönen Abend und viel Erfolg im neuen Job.

    Liebe Grüße
    Tamara

    • Hallo Tamara,
      vielen lieben Dank (vor allem auch für die guten Wünsche zum Job 😉 )! „Sofies Welt“ las ich irgendwann freiwillig, fand es teilweise sehr interessant, aber dass es auch teilweise seine Längen hatte. Aber die anderen Romane von ihm fand ich genial! 🙂
      Cool, dass Ihr das in der Schule gelesen habt!
      Dir auch einen schönen Abend!
      Liebe Grüße,
      Frauke

  2. Liebe Frauke,

    ich war überrascht und erfreut, als ich gesehen habe, dass du einen Artikel für #buchpassion geschrieben hast. Das sind wirklich schöne Überraschungen. 🙂 Jostein Gaarder ist wirklich ein toller Autor. Und Judith Hermann sowieso!

    Danke,
    Janine 🙂

    • Liebe Janine,
      ja, gell? Ich hatte mich extra nicht angemeldet, weil ich vermutete, dass ich keinen Beitrag schaffen würde. Daher bin ich nun um so erfreuter, dass es doch noch ging. 🙂 Schön, dass Du die beiden auch gern magst! 🙂
      Einen schönen Abend Dir und liebe Grüße,
      Frauke

  3. Mich hat besonders die Passage von Oma interessiert. Hast du noch welche von den Nesthäkchen-Büchern? Mir hat meine Oma die nämlich auch geschenkt. Und ich bedaure es so sehr, dass ich keins mehr davon habe. Ich würde sie gerne noch einmal lesen.
    LG Mutti

    • Hallo Mutti,
      ich fürchte, die Bücher hab ich nicht mehr. Habe sie auch nie weiter gelesen und mich dann irgendwann aus Platzgründen davon getrennt. 🙁
      Dir auch einen schönen Abend noch!
      LG, Frauke

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