„Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky

John StreleckyDieses kleine Buch wurde mir recht häufig von verschiedensten Personen empfohlen. Irgendwann war es dann soweit, dass ich es mir gekauft habe. Wann und wo, weiß ich nicht mehr. Jetzt habe ich es aus meinem „Stapel ungelesener Bücher“ befreit und innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.

Der Inhalt ist schnell erzählt, denn wirklich viel passiert nicht:

John, der uns als gestresster Manager vorgestellt wird, ist auf dem Weg in eine Urlaubswoche. Weiterlesen

Weihnachten

Wieder ist ein Jahr fast vorbei und wir feiern Weihnachten.

Was ich Euch wünsche:

  • Dass nicht Geschenke am wichtigsten sind, sondern das Innere zählt (Euer eigenes Inneres oder der innere Kern von Menschen, die für Euch Bedeutung haben)
  • Dass Ihr trotz allem, was dem vielleicht entgegen stehen mag, Zeit findet, um zur Ruhe zu kommen.
  • Dass es hell wird in der dunklen Jahreszeit
  • Erholung (nach stressigen Zeiten, Konsumterror oder mehr zu tun als sonst im Jahr, falls Ihr zum Beispiel im Verkauf arbeitet, nach [an dieser Stelle bitte einsetzen, was Euch gerade am meisten gestresst hat]…)
  • Frieden (im eigenen Herzen und in den Beziehungen zu Euren Mitmenschen)
  • Lesezeit für alle, die sie sonst vermissen 😉

Weihnachten ist so manchem eine emotional extrem anstrengende Zeit. Viele überdenken das Jahr, wobei nicht nur Positives, sondern zum Beispiel auch erfahrene Verluste zum Tragen kommen. Wer nicht allein sein mag, muss nicht allein bleiben. Unter #KeinerTwittertAllein zum Beispiel lässt sich sowohl digitales als auch analoges Zusammensein über Twitter organisieren – auch für den Jahreswechsel.

Wie auch immer Ihr die Tage verbringt: Habt es fein und macht es Euch gemütlich.

Weihnachtsbaum, Lesezeit

Winterlese in Bad Mergentheim

Ich weiß, an diesem Wochenende findet die BuchBerlin statt. Vor anderthalb Jahren hatte ich sie mir im Kalender notiert, aber nachdem wir recht viel unterwegs sind an Wochenenden, bin ich inzwischen über jedes reisefreie Wochenende froh. Und immer wieder überrascht, was für tolle literarische Veranstaltungen es in Bad Mergentheim gibt. Gestern Abend war es wieder so weit und heute geht es sogar noch weiter.

Die erste Winterlese findet statt und die Literatur-Soirée gestern Abend hat mich schwer begeistert! Vertreter von 14 unabhängigen Verlagen stellten ihre Lieblinge aus den aktuellen Verlagsprogrammen vor und gaben kurze Einblicke in die jeweilige Verlagsgeschichte. Weiterlesen

Frauen in Ausnahmesituationen und wie sie sich zu helfen wissen – „Der Frauenchor von Chilbury“ von Jennifer Ryan

Historischer Roman, Jennifer RyanInhalt:

Der Roman spielt während dem zweiten Weltkrieg im Südosten Englands. Er beginnt mit der offiziellen Bekanntmachung, dass der Chor von Chilbury aufgelöst wird, weil die Männer fehlen.

„Zuerst jagen sie unsere Männer in die Schlacht, dann zwingen sie uns Frauen zur Arbeit, und jetzt nehmen sie uns auch noch den Chor weg. Wenn das so weitergeht, finden die Deutschen hier nur noch einen Haufen verbitterter Weiber, die sich sang- und klanglos ergeben.“ (S. 9)

Direkt im Anschluss lernen wir Mrs. Tilling kennen, die in ihrem Journal von den Vorgängen und ihren Beobachtungen in Chilbury erzählt. Ihr Mann ist bereits gefallen und ihr Sohn hat sich direkt mit 18 Jahren zum Kriegsdienst gemeldet. Er soll in Kürze Richtung Frankreich aufbrechen. Weiterlesen

Lieber mit dem Kind

Mein Kind macht mich zu einem besseren Menschen.

Sobald ich mal nur für mich allein verantwortlich bin, verfalle ich gern in das Verhalten von früher zurück. Überall liegt was zu lesen, schreiben oder sonstiges Papier herum, Aufräumen wird zum No-Go erklärt, die Ernährung sinkt auf das Notfall-Niveau:

  • Toast
  • Tee
  • Tüten- oder Dosensuppen
  • Tiefkühlpizza

Wenn ich zudem auch noch frei habe, werden die Abende lang und länger, die Tage verschwimmen zu zeitlich undefinierbarem Einheitsbrei.

Was also verbessert das Kind? Weiterlesen

… ein bisschen blogmüde…

Momentan bin ich ein bisschen blogmüde. Vielleicht habt ihr es ja schon gemerkt. Kaum Artikel – vermutlich ist das ein erstes Anzeichen. „Wie kommt’s?“ Keine Ahnung. Einfach so, würde ich sagen. Ein typischer Fall von „ich weiß es nicht“, wäre ich mein Kind.

Eine Leseflaute gibt es nicht momentan und es gab so einige Bücher in letzter Zeit, die mir gefallen haben. Aber mich aufraffen und darüber auch noch schreiben? Dazu nahm ich mir nicht die Zeit. Der Elan fehlte dafür oder wurde anderweitig aufgebraucht. Haushalt, Kind, Hausaufgaben, Eltern-Termine in der Schule…

Vielleicht schickt auch einfach das Jahresende und damit das herannahende Ende meiner Auszeit seine Schatten voraus? Wer weiß… Weiterlesen

Kaum Bücher angeguckt und trotzdem Literatur getankt. #fbm16

tagesplaeneDieses Jahr waren mir zwei Tage in Frankfurt vergönnt. Ohne Kind, ganz allein, mit einer Übernachtung zwischendrin. Nach einigem Suchen hatte ich doch Etliches im Veranstaltungskalender gefunden, was mich interessierte und hatte ganz analog meinen papiernen Plan täglich dabei. Nach dem etwas unglücklichen Start im Parkhaus an meinem ersten Tag – vielen Dank noch einmal an die Dame, die mich so nett gerettet hat!!! – konnte der Mittwoch losgehen. Der erste geplante Stopp startete erst zwei Stunden nach meiner Ankunft und so konnte ich gleich zu Beginn ein paar Stände besuchen, die ich mir für „zwischendurch“ notiert hatte. An diesem Tag waren die Mitarbeiter noch recht frisch und guter Dinge, sodass alles in nettem Plaudern endete. Schön!

Im Orbanism Space lauschte, traf und sprach ich immer wieder gern und lernte so manche Menschen (nochmal) persönlich kennen, mit denen ich sonst nur digital kommuniziere. Vielen Dank für alle Begegnungen! Vor allem auch die bei der „Teezeremonie“, bei der das LiteraturCamp vorgestellt wurde. Lautes Hallo und viele tolle Leute – ein Fest! Ich hoffe sehr auf ein Wiedersehen in Heidelberg und plane es fest im Kalender ein. (24. und 25. Juni 2017 – Merken!)

silkescheuermannOft führen spontane Planänderungen zu was Gutem, Weiterlesen

Einladung vom Kind

Kurzmitteilung

Das Kind hat heute einen Auftritt mit dem Chor. Nun möchte es am liebsten mit dem besten Freund den Nachmittag schon im Kurpark verbringen und Wasser von den salzhaltigen Heilquellen trinken.

„Danach können wir ja da noch was machen bei den Stationen im Park! Die drei Stunden kriegen wir bestimmt herum“, versucht er mich zu überzeugen.

„Und was ist mit mir?“, frage ich ihn. Drei Stunden im Park herumhocken klingt jetzt nicht so verlockend…

„Du kannst doch lesen“, ist die Antwort. So einfach.

Dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin…

Einfach ansprechen

Im Indoorspielplatz auf einer von drei Damentoiletten. Ein Mädchen kommt herein, geht in die mittlere Kabine.
„Hallo?“, fragt es.
Als ich nicht antworte, wiederholt es sein „Hallo“.
Ich erwider es.
Darauf die Frage: „Wie heißt du?“

Ich hätte es wissen müssen!

Sage nichts.
Nach der Wiederholung der Frage sage ich unwillig: „Ist doch egal.“

Während ich mir die Hände wasche, eine nächste Frage: „Also Egal?“

Kurz darauf geht das Mädchen hinaus. An mir und dem Waschbecken vorbei. Grinst mich an und winkt.
„Tschüssie!“

Ich sage „Tschüß“ und frage mich hinterher, wann auf dem Weg zum Erwachsensein mir diese Unbefangenheit verloren gegangen sein mag.

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Werdet Ihr auch manchmal so von Kindern überrascht? Wie hättet Ihr an meiner Stelle reagiert?
Eigentlich war die Kleine ja ganz süß (wenn man mal vom mangelnden Händewaschen absieht). 🙂