[Rezension] Der Kuss des Feindes

Der_Kuss_des_FeindesDies ist der erste historische Jugendroman, den ich las. Titus Müller ist bei historischen Romanen sowieso schon lange einer meiner Lieblingsautoren, 2012 legte er seinen ersten für Jugendliche vor.

Der Roman spielt etwa 800 n.C. in Kappadokien, einer Landschaft in der heutigen Türkei.
Arif ist 15 und damit erwachsen. Sein Vater Haroun ist der Führer des arabischen Stammes, in dem sie leben und Arif steht immer im Schatten seines älteren Bruders Utman, der vor einem Jahr als Held starb. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder, der von allen nur „al-Qabih“ („der Hässliche“) genannt wird, ist behindert und wird vom Stamm immer wieder gehänselt und zum Außenseiter gemacht. Der herzensgute Arif aber beschützt ihn, wo es nur geht. Er sehnt sich sehr danach, von seinem Vater anerkannt oder wenigstens wahrgenommen zu werden und steht permanent unter dem Druck, sich beweisen zu müssen. Die Brüder der Familie Zakariyya beanspruchen die Führerung des Stammes für ihre Familie, weil ihre und die Familie Asad seit langer Zeit miteinander verstritten sind. Seit dem Tode Utmans sehen sie gute Chancen dafür und provozieren Arif, wo sie nur können.

Doch die Streitigkeiten innerhalb des Stammes sind nur eine Front. Weiterlesen

Alle!

Ist es verwerflich, davon auszugehen, dass Gott JEDEN retten möchte? Und das auch tut, unabhängig davon, ob und woran der jeweilige Mensch geglaubt hat?

Bei den vielen Streitereien um die richtige oder falsche Religion oder – selbst unter Christen allein schon mal – um die Denomination, der man angehört, möchte man annehmen: ja.

Aber dann stolpere ich über diese Stelle in der Bibel beziehungsweise darin über gerade mal ein Wort, dass anscheinend alles verändert:

Das folgende Wort ist zuverlässig und verdient vorbehaltlose Annahme:
„Das ist es, wofür wir uns abmühen und kämpfen: Wir haben unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt. Er ist der Retter aller Menschen, besonders derjenigen, die zum Glauben gekommen sind.“ (1. Timotheus 4,9-10, Basisbibel; Hervorhebung zusätzlich)

Gott, der Retter ALLER Menschen? Das klingt doch interessant. Nicht, dass ich deshalb meinen Glauben an Ihn in Frage stellen würde… Nein. Aber so manches Gespräch in Zukunft könnte vielleicht auch anders laufen.

Wie siehst Du das? Hast Du – falls Du in der Bibel liest – diesen Vers auch entdeckt? Bedeutet er Dir was?

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