Träumen von Karl Ove Knausgard

traeumenManche Bücher möchte man am liebsten nie, nie wieder aus der Hand legen, wenn man einmal darin eingetaucht ist. So ein Buch ist „Träumen“ von Karl Ove Knausgard für mich geworden. Es landete auf meiner Lesewunschliste, nachdem ich in der TextArt 4/2015 die Buchvorstellung dazu gelesen hatte (Seite 7, falls jemand nachlesen möchte). Ein Besuch in der Buchhandlung meines Vertrauens kurz darauf überraschte mich dahingehend, dass sie das Buch nicht nur vorrätig hatten, sondern einen ganzen Stapel davon auf einem der Tische mitten im Raum präsentierten. Nach ein paar Monaten im Schrank packte ich diesen fünften Band von Knausgards auf sechs Bände angelegte Roman-Autobiografie aus und las ihn mit Begeisterung. Ich muss gestehen, die zuvor erschienenen Bände hatte ich allesamt noch nicht in der Hand. Vielleicht hole ich das noch nach, wer weiß. Die TextArt behielt recht:

„Seine Geschichte gibt auch einen Einblick in das Werden eines Schriftstellers.“

Genau das ist der Part, der mich am meisten fasziniert beim Lesen. Bevor Knausgard seinen ersten Roman veröffentlichte, hatte er immer wieder verschiedene Phasen, was sein Schreiben anging. Weiterlesen

LitCamp (3): Das Beste am Schreiben: Überarbeiten

LitCampWeil ich gestern das LitCamp einmal mehr tierisch vermisste, endlich mal wieder ein weiterer Beitrag zu dem Wochenende in Heidelberg, dass nun schon mehr als zwei Wochen vorbei ist. ;-(

Eine sehr unterhaltsame Session führten Anne Weiss & Lisa Bitzer gemeinsam durch. Beide arbeiten als Lektorinnen, eine von ihnen schreibt zusätzlich auch selbst. Sie beleuchteten die Zusammenarbeit zwischen Autor und Lektor etwas näher und hatten dabei so einiges auf Lager. Zum Beispiel:

„Lektor ist ein typischer Korinthenkackerberuf.“

oder auch:

„Wir wollen die Autoren dazu bringen, dass sie ihren Scheiß selber machen.“

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10 Bücher, die hängen blieben

Buecher

Buecher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor kurzer Zeit – na gut, vor inzwischen fast drei Monaten… – bekam ich von einer Freundin auf Fa***ook folgende Aufgabe:

Liste zehn Bücher auf, die dir im Kopf haften geblieben sind. Benötige nicht mehr als ein paar Minuten und denk nicht so lange darüber nach. Sie müssen keine perfekten Bücher sein und auch keine Werke der Weltliteratur, sie sollen dich nur berührt haben. Sobald du dies getan hast, nominiere (zehn) Freunde so wie du von einem nominiert wurdest, so dass sie deine Liste sehen können.

Auch wenn ich mich bereits beim Lesen sehr darauf gefreut hatte, kam ich heute erst dazu, die Liste zu erstellen. Hier ist sie: Weiterlesen

[Rezension] Nachtauge

Endlich aus Bücherschrank und Folie befreit und gelesen: „Nachtauge“ von Titus Müller. Warum habe ich damit nur so lange gewartet???
Hab mich lang nicht ran getraut, weil ich dachte „2. Weltkrieg – ach, nö…“ Schweres Thema, an dem man sich irgendwann ja mal überhört hat…
Nun also die etwa 470 Seiten gelesen und ich bin begeistert! Natürlich ist die Historie da und wird beim Lesen stark spürbar. Aber eben anfassbar, nicht wie in Geschichtsbüchern oder –unterricht oder in den zahlreichen Dokumentationen, die gefühlt ständig auf irgendeinem deutschsprachigen Fernsehsender ausgestrahlt werden. Weiterlesen

Warum Lesen? (Zitate)

Warum Lesen? Heute? Es reicht doch, sich über andere Medien zu informieren, könnte man meinen. Wer gibt noch Geld aus für eine gedruckte Zeitung, wenn er alles auch online erfahren kann?
Und warum Bücher lesen? Ist das nicht verschwendete Zeit sondergleichen? Hier der Versuch, mögliche Antworten zu zeigen. Mit teilweise sehr „alten“ Worten, die im Lauf der Jahre meinen Weg kreuzten.

Lesen kann dich entspannen ohne großen Aufwand:

Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt. (arabische Weisheit)

Keine Zerstreuung ist so billig wie lesen und kein Vergnügen so beständig. (Lady Wortley Montagu)

Lesen sorgt für frischen Wind im Gehirn, regt das Denken an, gibt neue Impulse:

Ich glaube, man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch? (Franz Kafka)

Nicht um den anderen, sondern um sich selbst zu verstehen, soll man lesen. (Cioran)

Der Mensch liest, um zu fragen. (Franz Kafka)

Lesen ist Denken mit fremdem Gehirn. (Borges)

Lesend gibt es viel Neues zu entdecken, Etliches zu lernen:

Das eine Buch lehrt uns das Leben, das andere verschönt es. (Michael M. Genin)

Bücher sind stumme Lehrmeister. (Aulus Gellius)

Lesen bildet, formt Persönlichkeit – und macht Spaß, je mehr man gelesen hat. (Jürgen Eick)

…und dann wäre da noch diese Schönheit der Literatur…

Ein Gedicht ist eine ganze, geschlossene, gemachte Welt. (Adam Heinrich Müller)

Bücher sind stumme Schönheiten, denen erst die Liebe eines Lesers die Lippen löst.(Raoul Auernheimer)

bal littéraire

Gestern also erstmals beim Bonner Bal. Der fand bereits zum vierten Mal statt, ich hörte vor ein paar Tagen davon. Danke noch mal für die Info an dieser Stelle.

Literatur und Musik für einen Abend vereint.

Ort des Geschehens: Das Opernfoyer (ehemaliges Raucherfoyer).

Fünf Autoren hatten sich Weiterlesen