Lieber mit dem Kind

Mein Kind macht mich zu einem besseren Menschen.

Sobald ich mal nur für mich allein verantwortlich bin, verfalle ich gern in das Verhalten von früher zurück. Überall liegt was zu lesen, schreiben oder sonstiges Papier herum, Aufräumen wird zum No-Go erklärt, die Ernährung sinkt auf das Notfall-Niveau:

  • Toast
  • Tee
  • Tüten- oder Dosensuppen
  • Tiefkühlpizza

Wenn ich zudem auch noch frei habe, werden die Abende lang und länger, die Tage verschwimmen zu zeitlich undefinierbarem Einheitsbrei.

Was also verbessert das Kind? Weiterlesen

[Buchtipp] Falsche Freundschaft – von Brigitte Blobel

Neulich saß ich heulend in der Bücherei. Nun, zum Glück nicht wirklich, aber ich kämpfte schwer gegen meine Tränen an.

Warum?

Weil ich in ein Buch hineinlas, von dem ich dachte, das könnte was fürs Kind sein. Ich las weit am Ende und war – obwohl ich nicht die ganze Geschichte kannte – sehr berührt vom Gelesenen.

Das Kind kam um die Ecke und war fertig mit der eigenen Auswahl, sodass ich „mein“ Buch zuklappte, noch einmal schluckte, um den Kloß im Hals loszuwerden, und das Buch mit auf den Auswahlstapel legte.

Als wir später am gleichen Tag bei einem Arzt noch Wartezeit hatten, begann ich, dem Kind die Geschichte vorzulesen.

Und weil ich selbst gespannt war, wie sich die Story entwickeln würde, Weiterlesen

Hello, Mrs. Father! – Miriam Gross schreibt aus NYC

Das vorliegende Buch entstand aus einem Blog. Allerdings sind die Beiträge, die ihren Weg ins Buch fanden, anscheinend nicht mehr auf dem Blog zu finden. (Okay. Ausnahmen bestätigen die Regel.)

Die Autorin Miriam Gross ist 1976 in Franken (Deutschland) geboren und aufgewachsen. Als Pfarrerin war sie bereits in Orkney (Schottland) und München. Nun ist sie mit ihrer Familie in New York City.

Das Buch setzt keine zwei Wochen vor dem großen Tag ein: Umzug. Von Deutschland weg, für sechs Jahre nach New York, in die Riesenmetropole. Schon auf den ersten Seiten gewinne ich den Eindruck, dass die Autorin eine starke Frau ist und eine mutige dazu. In New York arbeitet sie als Pastorin einer deutschen Ev.-Lutherischen Kirche (St. Pauls). Da ihr Bonus-Vater Amerikaner war, ist das Ganze vielleicht auch eine Reise zu ihren Wurzeln. Oder so ähnlich. Weiterlesen

[Kurzgeschichte] Auf zum ersten Date!

RoteSchuhe„Ein Hut, ein Stock, ein alter Mann, vor, zurück, zur Seite ran. Und eins… und zwei… und drei… und… Iiiiiihh!“
Es erklang ein viel zu lautes, schmatzendes Geräusch.
Simone hatte nicht auf den Weg geachtet, war zu bemüht gewesen, ihren Sohn vom Jammern über das lange Laufen abzulenken.
„Nicht heute“ seufzte sie genervt und besah sich ihre Schuhsohle. Sie hatte einen wohlgeformten Abdruck Weiterlesen

Dankbarkeit am Dienstag (18)

Hallo Ihr Lieben,

das neue Jahr liegt noch recht jung vor uns, gerade mal der zwölfte Tag hat begonnen. Bei uns kehrt nun wieder der Alltag ein. Die Schule startete wieder, der Urlaub ist vorbei. Alles auf Anfang.

Ob man dankbar ist, ist immer wieder eine Entscheidung. Gerade jetzt stehe ich davor. Eigentlich wollte ich nur kurz die Fotos vom Handy auf den Rechner ziehen, aber nun hab ich sie alle zerschossen. Zwar rübergezogen und dummerweise hinterher direkt gelöscht auf dem Handy, um dann festzustellen, dass die importierten Dateien nahezu alle beschädigt sind und nicht angezeigt werden können. Großer Ärger. Weiterlesen

Dankbarkeit am Dienstag (8)

… und wieder ist es Dienstag. 🙂

Die Dankbarkeits-Update-Serie geht in die 8. Runde.

Momentan bin ich Gott dankbar für…

  • das Buch „Verflixt – ein Nix!“ von Kirsten Boie.
    Weil mein Kind darin gern liest und es inzwischen fast durch hat. Und weil er darauf kam, als sie im Deutsch-Unterricht einen Ausschnitt daraus lasen. Yippieh!

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Von Langeweile, Fußball und einer gerechten Strafe (Kurzgeschichte)

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Bildergeschichte

Mein Kind musste erstmals in seinem Leben einen Aufsatz schreiben zu einer Bildergeschichte. Inspiriert davon schrieb ich schrieb ich die Geschichte, wie ich sie mir vorstelle, einmal auf. Viel Spaß beim Lesen!

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Tom hat Langeweile.
„Mama, was kann ich denn machen?“, ruft er aus seinem Zimmer und hofft, dass Mama eine gute Idee hat. Aber Mama antwortet nicht.
„Mist!“, denkt er. Er geht in die Küche, da ist keine Mama. Auch nicht im Wohnzimmer. Als er im Schlafzimmer nachsieht, sieht er sie mit geschlossenen Augen auf dem Bett liegen. Er wundert sich ganz schön, es ist doch mitten am Tag! Weiterlesen