Dankbarkeit am Dienstag (24)

Hallo Ihr Lieben,

ich weiß nicht, ob ich heute über die Dankbarkeits-Momente in meinem aktuellen Leben schreiben würde, hätte ich es mir nicht ganz fest vorgenommen und den Post sogar schon begonnen zu formulieren. Im Angesicht der Geschehnisse in Brüssel kommt mir alles (einmal mehr) so banal vor! Bislang sah ich einiges an Nachrichten auf Twitter dazu, an einer Stelle sogar ein kurzes Video, dass angeblich den Moment kurz nach der Explosion am Flughafen zeigt. Ich wage es bisher nicht, den Fernseher einzuschalten und Bilder in Nachrichten zu sehen.

Immer wieder, wenn so schreckliche Dinge passieren, ist die Gefahr da, den Mut zu verlieren. Den Kopf in den Sand zu stecken und zu fürchten, dass es kein „besser“ mehr geben kann auf dieser Welt. So viele Dinge, die schlecht schlaufen, so viel Krieg, Terror und Schreckliches! Ich weiß nicht, was ich sagen kann dazu.

Außer vielleicht, dass „Aufgeben“ keine Option sein kann. Gerade jetzt, wo mich wieder einmal die Nachrichten verstören, entscheide ich mich bewusst dazu, auf das Gute zu sehen, dass es Gott sei Dank doch noch im Leben gibt. Auch wenn es Kleinigkeiten sind im Vergleich zum Weltgeschehen. Nennt mich naiv, meinetwegen, aber ich hoffe, es hilft. Also: Wofür bin ich dankbar im Moment?

Definitiv für den beginnenden Frühling nach der dunklen Jahreszeit, auch wenn der sich noch etwas Zeit lässt. Viele Knospen, zart erwachendes Grün vielerorts, immer wieder die Sonne und damit mehr Chancen auf Vitamin D im Körper… Neuanfänge.

SkatesAm Sonntag konnten wir den kalendarischen Frühlingsanfang nutzen, der zwar keine Sonne brachte, aber trocken war, um erstmals mit dem Kind zu skaten. Mr. Son sah seine Skates erstmals, nachdem mein Mann sie am Samstag spontan gekauft hatte. Erste Reaktion: „Oh nein!“ Aber nach dem ersten Üben im heimischen Wohnzimmer holte der Mann auch unsere Skates aus dem Keller und wir drehten ein paar Runden auf den sonntäglich ruhigen Straßen im Dorf. Ich selbst war nach mindestens fünf fahrfreien Jahren sehr wackelig auf den Rollen, gewöhnte mich aber recht schnell daran. Der Mann war schneller wieder sicher und konnte so gut mit dem Kind üben. Nur wenige Stürze gab es, die dank Schonern nicht tragisch waren und es war interessant zu sehen, wie schnell das Kind von Runde zu Runde Fortschritte machte. Nun sollten wir öfter mal üben und dann kann er das vermutlich recht fix. Genial! Heute ist er nun mit anderen Kindern draußen, die auf den acht Rollen schon geübter sind. Da nahm er lieber seinen Roller, um sich nicht zu blamieren. Also: Üben ist angesagt. Hoffentlich spielt das Wetter in den Osterferien mit.

Ein weiteres Erlebnis, für das ich momentan dankbar bin, war ein Übungsabend in der Tanzschule, bei der wir grad an einem Anfängerkurs teilnehmen. Wir schafften es tatsächlich, uns aufzuraffen und hin zu fahren und es war gar nicht so schlimm wie vorher vielleicht befürchtet. Okay, ungefähr die Hälfte der Zeit saßen wir da und schauten anderen Leuten beim Tanzen zu, weil wir die Tänze noch nicht gelernt hatten, aber zum Beispiel den Cha-Cha-Cha lernten wir durch Abgucken und ich durch Anleitung vom Mann quasi nebenbei. Außerdem war auch das Ehepaar dabei, mit dem wir uns an den Kurstagen immer in den Pausen unterhalten haben, sodass wir auch an dem Abend direkt nette Gesprächspartner vor Ort hatten. 🙂

Ebenfalls dankbar bin ich für die Osterferien, die bei uns nun anfangen. Heute klingelte der Wecker vorerst zum letzten Mal viel zu früh und die letzten Tage freute ich mich auf die Ferien, als beträfen sie mich nicht nur indirekt. Einiges Schönes ist geplant und einige Tage sind einfach unverplant, so dass wir sie in aller Ruhe auf uns zukommen lassen können. Darauf freue ich mich.

Ihr Lieben, das war es für heute von mir. Mit Trauer im Herzen sage ich „tschüß“ und bin in Gedanken bei Menschen, die ich nicht kenne, die heute so plötzlich jemanden verloren haben.

Behaltet euren Mut!

Signatur

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.