[Rezension] Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

DieSonderbareBuchhandlungDesMrPenumbraAutor:
Robin Sloan, 1979 in der Nähe von Detroit geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften an der Michigan State University. Er lebt in San Francisco und arbeitete für verschiedene Firmen, die sich dem Internet verschrieben haben, unter anderem Twitter. 2012 erschien sein Debutroman „Mr. Penumbra’s 24-hour-bookstore“ in den USA und wurde sofort ein Bestseller. Den Entwurf für seinen nächsten Roman hat er inzwischen beendet, mal sehen, wann der veröffentlicht wird.

Inhalt:
Clay Jannon, eigentlich Webdesinger, ist wegen der Lebensmittelkrise arbeitslos. Zufällig stößt er bei seiner Jobsuche auf eine Buchhandlung mit dem alten verschobenen Besitzer Penumbra. Schnell bekommt er heraus, dass diese Buchhandlung ein Geheimnis birgt und versucht gemeinsam mit Freunden, dies zu ergründen. Was hat es mit den sogenannten Logbüchern auf sich? Und wer sind die geheimnisvollen Kunden, die Bücher nur ausleihen statt sie zu kaufen? Und warum darf Clay die Bücher im hinteren Teil der Buchhandlung nicht anfassen, außer um sie den Kunden auszuhändigen? Als er ein wichtiges Rätsel, an dem etliche Stammkunden schon lange arbeiten, löst, verschwindet sein Chef Penumbra von einem Moment auf den nächsten. Da Clay sich schuldig fühlt und seinen Job nicht verlieren will, beschließt er, Penumbra zu suchen und stößt auf weitere Merkwürdigkeiten, die er ergründen will.

Wie ich Leserin dieses Romans wurde:
Das Buch hatte mein Mann vor mir gelesen und allein das Cover sprach mich genauso an wie ihn. Welcher Bibliophile kann einem gut gefüllten Bücherregal schon widerstehen? Auch der Titel faszinierte mich und so entschied ich mich letztlich, diesen Roman ebenfalls zu lesen.

Meine persönliche Einschätzung:
Erschrocken bin ich beim Lesen darüber, dass ausgerechnet Google die alten geheimnisvollen Bücher anvertraut werden sollten. Gut, Mitarbeiter dort sollten sie mit Hilfe der modernsten Technik entschlüsseln und ihnen ihre Geheimnisse entlocken. Aber ausgerechnet Google? Gefühlt sind sie doch neben den großen Internet-Händlern eine der größten Bedrohungen für die Branche!
Aber:
Nach dreißig Seiten blättere ich zurück zur Autoreninfo, stelle fest, dass der Autor nur wenige Jahre vor mir geboren worden ist und denke einmal mehr, dass ich zu viel Lebenszeit verschwendet habe. So will ich auch schreiben können!

Fazit:
In diesem Roman lernen wir als Leser so ganz nebenbei einiges über die Anfänge des Buchdrucks und über Typografie. Druckstock, Velinpapier, Aldus Manutius und Griffo Gerritszoon… Irgendwo im Buch ist die Rede vom „Dinge im Vorbeigehen lernen“ – genau das kannst Du als Leser hier auch! 🙂

Robin Sloan: „Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“, als Taschenbuch im Wilhelm Heyne Verlag 2015. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Ruth Keen. 430 Seiten. ISBN 978-3-453-41845-5

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