Dankbarkeit am Dienstag (18)

Hallo Ihr Lieben,

das neue Jahr liegt noch recht jung vor uns, gerade mal der zwölfte Tag hat begonnen. Bei uns kehrt nun wieder der Alltag ein. Die Schule startete wieder, der Urlaub ist vorbei. Alles auf Anfang.

Ob man dankbar ist, ist immer wieder eine Entscheidung. Gerade jetzt stehe ich davor. Eigentlich wollte ich nur kurz die Fotos vom Handy auf den Rechner ziehen, aber nun hab ich sie alle zerschossen. Zwar rübergezogen und dummerweise hinterher direkt gelöscht auf dem Handy, um dann festzustellen, dass die importierten Dateien nahezu alle beschädigt sind und nicht angezeigt werden können. Großer Ärger.

Die Entscheidung: Ärgere ich mich weiter darüber und versuche mich als mehr oder weniger Laie mit der Technik noch irgendwas zu retten oder befasse ich mich doch lieber mit dem, wofür ich gerade dankbar bin? Nicht leicht, vor allem, wenn einen der Hang zum Perfektionismus immer wieder umtreibt. Wie würdet Ihr Euch entscheiden?

Ich entschied mich, dennoch diesen Blogpost zu schreiben. Dann gibt es eben keine aktuellen Bilder, tut mir Leid. Vielleicht lässt sich ja später in Ruhe noch eine Lösung finden, aber ich fürchte, das Thema ist durch. Mist.

Trotzdem gibt es natürlich allerlei, wofür ich dankbar sein kann.

Wir hatten eine gute Zeit im Urlaub. Mittelalterfreizeit für Familien in einer Jugendherberge. Natürlich kein Luxusurlaub, aber wer braucht den schon? Es gab erstaunlich gutes Essen, viele nette Leute und das Kind fand schnell Anschluss. Ihm gefiel es sogar so gut, dass es beim nächsten Mal am Liebsten wieder dabei wäre. Da die Leitenden als Naturpädagogen arbeiten, gab es entsprechend viele Ausflüge – bei glücklicherweise gutem Wetter – und viel frische Luft. Hach! (Dass ich Stubenhocker mich über so was freuen würde, hättet Ihr wohl nicht gedacht, was?)

Die letzte Ferienwoche ist auch ein Grund zur Dankbarkeit. Das Kind spielte viel mit Freunden – mal drin, mal draußen. Dass die Kinder einfach so raus gehen können, ohne dass permanent ein Erwachsener dabei ist und aufpasst, empfinde ich als großen Vorteil gegenüber dem Stadtleben. Natürlich war das eine große Umstellung für das überängstliche Mutterherz! Wieder ein Schritt im Loslassen. Aber so langsam kann ich diese Zeiten auch genießen und bin dankbar dafür.

Der Mann hatte im Urlaub die Idee, die bestehende Küche um drei Hängeschränke zu erweitern, was wir direkt in die Tat umsetzten. So fanden auch die letzten noch vom Umzug verpackten Küchenutensilien einen Platz in der Wohnung. Restbestand: etwa 8 Kartons stehen noch im „Sorgenkind Schlafzimmer“. Aber das wird wohl noch dauern, bis wir damit fertig werden.

Ganz persönlich bin ich dankbar für eine Gemeinde, die wir am Sonntag besuchten. Dahin ist es leider immer ein ganzes Stück zu fahren, aber an diesem Sonntag vergoss ich dort etliche Freudentränen, weil es sich für mich anfühlte wie ein „nach Hause kommen“. Lieder, die ich kannte – oder auch nicht, aber spontan gut fand -, ein Countdown in der letzten Minute vor Beginn, der mich an meine frühere Lieblingsgemeinde erinnerte… Weiß nicht, was mein Mann von mir hielt, als ich immer wieder Tränen weg wischte, während ich so neben ihm saß. Aber ich fand es toll (das Gefühl, nicht die Tränen)!

Und noch ein Grund: Das Kind will sich taufen lassen! Wow! Anfangs war ich da skeptisch, aber inzwischen denke ich, das geht schon in Ordnung. Bin mal gespannt, ob es mit allen Formalitäten klappt. Vielleicht. Hoffentlich.

Nun freu ich mich weiter über das frische junge Jahr und bin gespannt, welche Gründe zur Dankbarkeit sich im Jahresverlauf so ergeben werden.

Kommt gut durch die Woche!

Alles Liebe,

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