[Rezension] Girl Online

Zoe Sugg hat mit ihrem Debütroman eine bezaubernde Liebesgeschichte vorgelegt, die von einer britischen Bloggerin handelt.

Girl_Online

Penny Porter hat – anonym selbstverständlich – einen Blog gestartet, in dem sie ganz sie selbst sein kann, was in der Schule so nicht geht. Mit ihrer langjährigen Freundin Megan verbindet sie so gut wie nichts mehr, seit Megan in der Schauspielerei aufgeht. Einzig bei ihrem besten Freund Elliott, der direkt nebenan wohnt, weiß Penny sich angenommen wie sie ist. So ist er auch der einzige, der von ihrem Blog erfährt.Durch die Anonymität geschützt, traut sie sich, immer offener zu schreiben und auch von Problemen, die ihr sonst peinlich sind, zu erzählen, wozu Elliott sie auch immer wieder ermutigt. Und je mehr sie von sich preis gibt, desto mehr Leser verfolgen ihren Blog, sodass ihre Leserschaft nach einem Jahr schon auf über 5000 Leute gewachsen ist.
Ihre Eltern betreiben in ihrer Heimatstadt Brighton das Geschäft „Für Immer und Ewig“, in dem sie Brautkleider verkaufen und als Wedding Planner tätig sind. Penny hilft immer mal aus, wenn Not am Mann ist und so ist sie die erste ihrer Familie, die kurz vor Weihnachten Jim Brady und seine Verlobte Cindy Johnson kennenlernt. Den beiden ist der Wedding Planner für ihre Hochzeit in New York abgesprungen und nun möchten sie gern die Porters engagieren, um eine Hochzeit im „Downton Abbey“-Stil zu feiern. Die Zeit ist mehr als knapp, es ist nur noch etwas über eine Woche Zeit bis zum geplanten Datum.
Da die aktuelle Wintersaison recht ruhig ist und sie den Auftrag gut gebrauchen können, sagen die Porters zu und fliegen kurzerhand über Weihnachten nach New York. Penny fliegt mit, obwohl sie seit einem Autounfall immer wieder Panikattacken hat. Und weil ihr Bruder Tom lieber mit seiner Freundin feiern will, darf Elliott mitkommen.
Nach einer absolut peinlichen Aktion bei der schulischen Theater-Aufführung, die blöderweise gefilmt und sowohl bei facebook als auch bei youtube landete, ist Penny froh, etwas Abstand zu bekommen.
Als sie im Hotel auch noch Noah kennenlernt, der super Gitarre spielt und Penny mit seinen süßen Grübchen und interessanten Gesprächen verzaubert, scheint ihr Glück perfekt. Wenn da nicht das Internet wäre….

Für mich war der Roman ein spontaner Kauf bei unserem letzten „freien Wochenende“. In einer kleinen süßen Buchhandlung in der Eifel sprang mich zunächst das Cover an und als ich sah, dass die Autorin selbst bei Youtube sehr aktiv ist, nahm ich das Buch einfach mit. Natürlich gehöre ich eigentlich nicht mehr zur Zielgruppe, aber man ist ja immer so jung, wie man sich fühlt, gell? 😉

Sehr schön finde ich, dass gänzlich ohne erhobenen Zeigefinger sowohl Licht als auch Schatten der Online-Welt gezeigt werden. Und: Zoe Sugg fand mit dem „Plot Point“ und dem „Magical Mystery Day“ sehr ansprechende Bilder, die ich mir gern merken will.

Definitiv einen „Daumen hoch“ für dieses Debüt!

Ach, ehe ich es vergesse: der zweite Roman dieser jungen Dame steht – zumindest im Original – bereits in den Startlöchern und erscheint am 20. Oktober: Girl Online On Tour.

Zoe Sugg: „Girl Online“, cbj Kinder- und Jugendbuchverlag 2015. Übersetzung aus dem Englischen von Henriette Zeltner. 412 Seiten. ISBN 978-3-570-17131-8

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