Auszugsweise: Exodus

Exodus_TitelEigentlich hatte ich mir vorgenommen, erstmal eine Weile mit dem Bloggen zu pausieren. Aber nun lese ich einen Roman, den ich euch nicht vorenthalten kann. Nichts total Aktuelles, sondern bereits 1958 in Amerika erschienen, ist dennoch das Thema anscheinend weiterhin eines, das die Gemüter erhitzt. Es geht um die Entstehung des Staates Israel und viele historische Ereignisse, die damit im Zusammenhang stehen. Natürlich werden auch die Gräuel des Zweiten Weltkrieges nicht ausgelassen – dieser Roman trieb mir schon so manches Mal die Tränen in die Augen. Da ich noch mittendrin bin, nur ein paar Zitate erstmal – aber definitiv eine absolute Leseempfehlung schon jetzt!

„Mark mußte lächeln. Selbst in Kittys Abwesenheit war das Zimmer erfüllt von der Atmosphäre eines Menschen, der anders war als alle übrigen, die er kannte.“ (Seite 19)

Eine schlagfertige Antwort, die ich mir gern merken möchte:

„ ,Geben Sie Ihre dreckige Fantasie in die Reinigung‘, sagte Mark.“ (Seite 22)

Und ein letztes Zitat, was ein Stück weit die Hoffnung zeigt, die auch in den dunkelsten beschriebenen Situationen immer wieder auftaucht und Mut macht:

„Karen Hansen-Clement versank in tiefe Melancholie. Sie hörte und sah, bis sie nichts mehr sehen und nichts mehr hören konnte. Sie war erschöpft und verwirrt, und willenlos. Und dann, wie so oft, wenn man am Ende zu sein glaubt, kam die Wendung, und es ging aufwärts.
Es begann damit, daß sie einem elternlosen Kind zulächelte und über das Haar strich, und das Kind die Wärme ihres Mitgefühls spürte. Karen vermochte Kindern das zu geben, wonach sie am meisten verlangten: Zärtlichkeit. Sie flogen ihr zu. Karen schien instinktiv zu wissen, wie man eine Nase putzt, ein Wehweh heilt oder eine Träne trocknet, und sie konnte in vielen Sprachen Geschichten erzählen und Lieder am Klavier singen.“ (Seite 129)

Hat jemand von euch diesen Roman schon mal gelesen? Wie ging es euch damit? Bin gespannt…

Alle Zitate aus:
Leon Uris: „Exodus – Das große Epos um die Gründung Israels“, aus dem Amerikanischen von H. E. Gerlach. Wilhelm Heyne Verlag München, 2004, 11. Auflage. ISBN 3-453-13834-1

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