Der Weg

Heute möchte ich euch ein Buch auf eine sehr persönliche Weise vorstellen. Vor über einem Jahr fragte ich (ursprünglich noch im alten Blog, den Artikel importierte ich hierher) doch nach euren Erfahrungen, wie Gott zu euch redet. Seitdem sammle ich fleißig und stelle in Gesprächen immer wieder fest, dass eine gewisse Unsicherheit herrscht bei der Frage, ob Gott heute noch redet und wenn ja, auf welche Weise. Hier nun also ein Erlebnis von mir – wo Gott einen Roman nutzte, um mit mir zu reden.

Ich las “Der Weg”, den neuen Roman von William P. Young (Verfasser des Bestsellers “Die Hütte”).
Darin muss Tony, der eigentlich im Koma liegt, mit seiner Seele seinen Weg finden. Beziehungsweise landet er in einer Art Zwischenwelt, von der er im Lauf des Buches erfährt, dass diese Welt seine Seele ist. Dort begegnet er Jesus und dem Heiligen Geist. Er bekommt eine neue Chance, einmal im Leben menschlich, gerecht und liebevoll an seinen Mitmenschen zu handeln. Weil er zuvor im Leben ein egoistischer, hartherziger Mann war, ist das eine große Herausforderung für ihn. Er darf einen Menschen mit Jesu Hilfe heilen und soll sich entscheiden, wen er dafür auswählt. Wird er sich selbst aus dem Koma retten?
Nun findet er sich immer wieder in den Köpfen ihm zuvor unbekannter Menschen wieder, sieht die Welt aus ihren Augen und gewinnt sie lieb.
Eine interessante Story, die immer wieder an Abgründe im menschlichen Denken und Handeln kommt – und unseren Umgang mit den verschiedenen Seiten unserer Persönlichkeit hinterfragt. Kann Veränderung in einem Leben gelingen? Ist Umkehr wirklich möglich?

Wie nun Gott durch das Buch mit mir redete?
In einer Szene lernt der Protagonist, dass er etwas loslassen muss. Mich berührte diese Szene sehr und ich wusste: Das gilt mir. Ich muss etwas hergeben. Ich bat Gott, mir zu zeigen, worum es sich dabei handelte.
Am nächsten Tag war es soweit. Ich las, wie Tony zur Vergebung aufgefordert wurde. Sich selbst erlauben, frei zu sein von all den Anklagen, die er noch immer in seinem Herzen festhielt. Wieder war ich total ergriffen. Ich wusste genau, wo bei mir im Leben Vergebung nötig war. Und so legte ich dieses Thema Gott im Gebet hin.
Ich weiß nicht, ob es damit jetzt erledigt ist. Fühlte mich auch nicht plötzlich total befreit. Aber ein bisschen erleichtert zumindest.
Und wenn dieses oder ein anderes Thema, bei dem ich vergeben soll, wieder in mir hoch kommt? Dann weiß ich, an wen ich mich damit wenden kann. An den einen Menschen, der alle Schuld der Welt an jenem Kreuz bezahlt und damit meine Freiheit teuer erkauft hat. An den Sohn Gottes, der mein Herr sein soll: Jesus Christus.

Definitiv lesenswert!

William Paul Young: „Der Weg – wenn Gott dir eine zweite Chance gibt“,
Allegria / Ullstein Buchverlage GmbH 2012. Übersetzung aus dem Amerikanischen von Thomas Görden, ISBN 978-3-7934-2238-9

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