Bibliothek der Träume

Zum Inhalt:

Alice Ripley lebt als Bibliothekarin in den 40ern in Illinois. Durch die Great Depression verliert auch sie ihren Job. Ihr Freund hatte sich vorher schon von ihr getrennt, da sie seiner Meinung nach mehr in Büchern als in der realen Welt lebt. Ihre Verwandten nehmen sie mit in den kleinen Ort Acorn, wo sie in der Bücherei als Spenden gesammelte Bücher abgeben will. Alles ist anders als sie zuvor dachte. Zudem hängt sie in dem kleinen Dorf fest. Sie hat Angst vor Pferden, soll aber eine berittene Bücherbotin werden. Katastrophe vorprogrammiert.

Lynn Austin: „Bibliothek der Träume“,
Verlag der Francke-Buchhandlung 2012.
Deutsch von Dorothee Dziewas.
ISBN 978-3-86827-302-1

Ein paar gefundene Lieblingssätze:

Wenn mein Leben ein Buch wäre, würde niemand es lesen. Die Leute würden sagen, es sei langweilig, zu vorhersehbar. Eine Geschichte, wie sie schon tausend Mal erzählt wurde. Aber ich war mit meinem Leben ganz und gar zufrieden – bis die hinteren Seiten aus meiner Geschichte herausgerissen wurden, bevor ich die Gelegenheit hatte, glücklich bis an mein Lebensende zu leben. (Seite 5)

„Das ist doch albern“, sagte ich lachend. „Niemand kann zu viel lesen. Genauso gut könntest du sagen, jemand atmet zu viel.“ (Seite 8)

„Über blöde Dinge wie Bücher und hochgestochene Wörter streiten. Du lebst in einer anderen Welt als ich. Alles, worüber du redest, stammt aus Büchern und nicht aus dem richtigen Leben. Ich möchte ein Mädchen, das mit beiden Beinen auf dem Boden steht. Und das vor allem nicht den ganzen Tag die Nase in irgendeinem Buch vergräbt.“ (Seite 8/9)

„Wie sich herausstellte, war Freddy eine großartige Lehrerin – die Art, an die sich jedes Kind sein Leben lang gerne erinnert. Meine Lehramtskarriere hingegen erwies sich als Katastrophe. Mir wurde schnell klar, dass ich mich mit meiner „verträumten“ Persönlichkeit und leisen Stimme überhaupt nicht für diesen Beruf eignete. (Seite 12)

Die Bücher waren steif uns makellos sauber und hatten diesen unvergleichlichen Duft, der einem jeden neuen Buch eigen war. Für mich gab es nichts Schöneres auf der Welt. Ich hatte schon neue Bücher aufgeschlagen und den Duft wie ein Parfüm eingeatmet. (S. 22)

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