Auf Wolken liegen

Kürzlich reiste ich mit Mr. Son erstmals per Flugzeug. Inland, versteht sich. Anfänger eben. Zwei Tage vor Abflug las ich etwas von Kinderausweisen mit biometrischem Lichtbild, die Pflicht seien. Natürlich war jede Frist zur Beantragung längst abgelaufen – also hoffte ich sehr, dass ich mein Kind anderweitig identifizieren lassen würde können.

Alles ging soweit gut – Identifikation war auch mit der Krankenkassenkarte in Ordnung – die Langeweile zwischen Gepäckabgabe und Boarding konnte mittels iPad erleichtert werden. Im Flieger gab es dann folgenden kurzen Dialog, den ich zu süß fand, um ihn nicht aufzuschreiben.

Mr. Son: Endlich fliegen wir! […] Kann man eigentlich oben aussteigen? Auf den Wolken?
Mama: Nein. Da kann man doch gar nicht stehen!
Mr. Son: Aber bestimmt liegen!
Mama: Nein, das geht auch nicht.
Mr. Son: Fühlen sich die Wolken ganz weich an? Wie Watte?
Mama: Die sind doch mehr oder weniger aus Luft! Aber die sehen schön weich aus, das stimmt.

Das Kind war fleißig mit dem Kauen seines Kaugummis beschäftigt – Tipp vom Vater, mit dem zusammen es schon einmal geflogen war – , spürte selbst aber anscheinend gar keinen Druck auf den Ohren.

Wir versuchten beide nicht auszusteigen, als wir oben waren und kamen – wieder mit Kaugummi-Kauen – wieder gut auf dem Boden an. Und als der Rückflug anstand, freute sich Mr. Son schon vorher: „Morgen fliegen wir schon! Endlich! Das ist soooo schön!“

Ich liebe diese Vorfreude!

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3 Gedanken zu „Auf Wolken liegen

  1. hallo im neuen hause!

    und herrlich diese dialoge mit kindern, ich liebe es, wie sie denken. irgendwie so viel lebendiger als ich mir manchmal vorkomme.

    liebe grüße, mara

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