Auf der zweiten Etappe: Rheinsteig

Gestern war wieder mal sehr schönes Wetter. Zu schön fast zum Wandern. Ich fuhr also nach Oberdollendorf, wo die erste Etappe endete und die zweite an gleicher Stelle beginnen sollte.

Leider erwischte ich im Ort die falsche Strasse und musste daher ein Stück der ersten Etappe wiederholen. War also erstmal wieder auf dem Weinwanderweg:

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Der Rheinsteig führte mich zum Kloster Heisterbach. Das Gelände war mir von einer früheren ehrenamtlichen Tätigkeit noch gut in Erinnerung, aber wegen dem SO guten Wetter waren viel zu viele Leute dort. Viel zu laut, viel zu viele… Schell ging ich zurück auf den Weg.

Vorbei an einer grossen Lichtung kam ich zu einer wie verzaubert anmutenden Bank. Mossbewachsen, als stünde sie schon 100 Jahre dort.

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Dort sitzend schrieb ich und genoss die Ruhe, solange keine Menschen laut schnatternd den Pfad entlang kamen. Habe ich Menschen je mehr als störend empfunden als gestern? Ich denke, nicht.

Frug mich, warum fast alle mindestens zu zweit unterwegs waren. Ein einziges Mal begegnete mit ein Mensch allein. Ebenfalls eine Frau. Frug mich dann irgendwann, warum es mir nichts ausmachte, allein unterwegs zu sein. Ist das denn so ungewoehnlich?
Zwitschernde Vögel, zirpende Grillen… Sobald Menschen lärmend in der Nähe waren, bekam ich davon nichts mehr mit. Vielleicht sollte ich den Roman „Walden“ demnächst mal lesen. Ob der Autor ähnlich empfand?

Die Wolken sahen genial aus am blauen Himmel:

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Die erste empfohlene Station war der Petersberg. Der Ausblick war genial, aber auch hier gingen mir die vielen Menschen etwas auf den Zeiger…
Also schnell weiter…

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Irgendwie ging es die ganze Etappe immer wieder Berg rauf, Berg runter. Ich dachte, ich kleines Stadtkind bin also fix und fertig bei einer Strecke, bei der nur eine durchschnittliche Kondition benötigt wird? Zuhause sah ich noch mal nach und entdeckte, dass dort „sehr gut“ bei Kondition angegeben ist. Ein Glück!

Zum Geisberg der Aufstieg war am anstrengendsten, aber dafür war der Ausblick sehr genial! Die Muehe hatte sich gelohnt!

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Ganz bis zum Ende folgte ich der Etappe nicht. Beim Schloss Drachenfels verabschiedete ich mich – ja, man ahnt es: auch da waren mir viel zu viele Leute… – und ging nach Königswinter runter. Mit der Bahn ab nach Hause und duschen.

Mal sehen, wann ich die dritte Etappe angehen kann… Freu mich schon darauf. Aber nicht bei super-Wetter am Wochenende! Dann ohne mich…

Ach ja: an dieser Stelle kurz noch ein Buchtipp…

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