Umbruchphase

Man muss erst durch eine Phase durch gegangen sein, bevor man darüber schreiben kann. Steckt man mittendrin, funktioniert es nicht.

Vor fast einem Jahr kam ich in so eine Phase, in der wenig fest, dafür sehr vieles wieder offen stand. Trennung, Umzug, erstmals Alleinerziehend, nach über vier Jahren plötzlich allein. Mit Kind. Wow.

Einziger fest stehender Punkt: die Gewissheit, dass die Trennung so richtig war. Und dass dieses wunderbare Trio – Gott, Jesus und der Heilige Geist – damit wohl auch einverstanden war. Einfach war es trotzdem nicht.

Was nun? Wie geht es weiter? Was ist der nächste Schritt? Mein Leben kam mir vor wie eine einzige Warteschleife. Natürlich auch etwas schwieriger im ersten Moment – aber das war ja vorhersehbar gewesen.

Irgendwann während dieser Phase fiel mir das damals neue Album von Samuel Harfst in die Hände: „Alles Gute zum Alltag“. Das gleichnamige Lied gefiel nicht nur mir, sondern auch meinem Sohn, sodass es oft beim Frühstück und auch sonst bei vielen Gelegenheiten in Endloswiederholung unseren Tag bereicherte.

Am besten fand ich in diesem Lied die Zeilen:

„Nimm das Leben bei der Hand,
Grab die Träume aus dem Sand“.

Ein alter Jugendtraum tauchte wieder auf und ich intensivierte mein Schreiben, startete auch irgendwann diesen Blog.

Trotzdem blieb lange diese Unruhe, was das „wie weiter?“ anging. Es gab noch weitere Krisen und noch einige Veränderungen, aber so langsam scheint Ruhe einzukehren. Eine Zufriedenheit macht sich breit in mir. Ich muss nicht ständig suchen, was als nächstes kommt. Wenn wieder eine Veränderung ansteht, wird mein Trio mir das schon zeigen. Bis dahin leben wir unseren Alltag – mit allen Herausforderungen und allem Guten.

P.S.: Das Titellied war übrigens nicht das einzige Lied, was mich inspirierte. Das ganze Album kann ich Menschen wärmstens empfehlen, die gern handgemachte Musik mit guten Texten hören.

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