Minutenwalzer

Minutenwalzer“ von Richard Mason handelt von Eloise, einer sehr erfolgreichen, einsamen Fonds-Managerin, die für ihre alt werdende Mutter Joan einen Platz in einem guten (aber überteuerten) Heim gefunden hat. Nun tritt sie mit ihr noch eine gemeinsame Reise nach Südafrika an – dem Land ihrer Vorfahren -, während der die Mutter beginnt, sich in die Familiengeschichte einzulesen – in die schrecklichen Erfahrungen ihrer Ahnen und ihren Kampf ums Überleben während des Burenkrieges. Eloise bricht ihren Urlaub berufsbedingt ab, kehrt vorzeitig nach London zurück – ihre Karriere steht wegen eines eigenen, großen Fehlers kurz vor dem Aus. Ihre Mutter Joan zieht ins Pflegeheim um, erkrankt an Demenz und pendelt fortan zwischen der realen und der „alten Welt“. Sie recherchiert mit Hilfe ihres jugendlichen Freundes Paul die Geschichte ihrer Vorfahren weiter und kämpft mit längst verstorbenen Personen.

Eloise steht vor der Entscheidung, sich weiter auf ihre Karriere zu konzentrieren wie bisher oder diese aufzugeben und sich um ihre Mutter zu kümmern. Zudem taucht ihr ehemaliger Lebensgefährte und beruflicher Ratgeber auf. Wird sie ihn wieder an ihrem Leben teilhaben lassen?

Der etwa 630 Seiten umfassende Roman ist stellenweise sehr schön geschrieben. Zwei der 69 Kapitel überraschten mich negativ, da sie sehr konstruiert wirkten, aber so manche Anekdote sorgte für lautes Lachen beim Lesen. Alles in Allem ein weiterer gelungener, gut recherchiert wirkender Roman von Richard Mason.

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